Vorsorgen/Nachsorgen

Ihre Gesundheit im Blick behalten

Viele chronische Stoffwechsel- und Herz-Kreislauferkrankungen sowie Krebserkrankungen werden erst sehr spät erkannt, weil sie lange keine bemerkbaren Beschwerden auslösen. Bei frühzeitiger Suche bzw. Feststellung der Erkrankungen können sie aber günstig beeinflusst, im besten Fall auch abgewendet werden. Aus diesem Grunde führen wir die nachfolgend aufgeführten Vorsorgeuntersuchungen in unserer Praxis durch.

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA), ein Gremium aus Ärzten und Vertretern der Krankenkassen gibt unter anderem Richtlinien zur Art, des Umfangs und der Anzahl oder des Intervalls von Vorsorgeuntersuchungen für Versicherte heraus, die zu Lasten der gesetzlichen Krankenkassen abgerechnet werden. Auch die Privatversicherungen orientieren sich in aller Regel an den Empfehlungen des G-BA.

Vorsorgeuntersuchungen

Gesundheitsuntersuchung 18+ und 35+

Einige chronische Erkrankungen wie Diabetes, Lungenerkrankungen wie Asthma und COPD sowie Herzerkrankungen wie Bluthochdruck und Durchblutungsstörungen entwickeln sich aufgrund unserer heutigen Lebens- und Ernährungsgewohnheiten bereits in jungen Jahren und betreffen ca. 20 Prozent der Menschen in Deutschland. Da diese Erkrankungen bei den Betroffenen aber über viele Jahre keine Beschwerden auslösen, werden sie meist erst sehr spät entdeckt.

Mit dieser Vorsorgeuntersuchung wollen wir Ihre gesundheitlichen Risiken und Vorbelastungen prüfen und oben genannte chronische Erkrankungen frühestmöglich erkennen, behandeln und bekämpfen.

Anspruchsberechtigt sind Versicherte ab dem 18. Lebensjahr. Bis zum 34. Lebensjahr wird die Vorsorgeuntersuchung einmalig, ab dem 35. Lebensjahr dann in Abständen von mindestens drei Jahren von Ihrer Krankenkasse übernommen.

Über den Leistungsumfang der Untersuchung informieren wir Sie gerne in einem persönlichen Gespräch.

Die Häufigkeit von Hautkrebs steigt seit einigen Jahrzehnten stetig an. In Deutschland erkranken jährlich etwa 21.000 Menschen an einem schwarzen Hautkrebs (malignes Melanom). Die Fälle von weißem Hautkrebs (Basaliom) werden in Deutschland nicht flächendeckend erfasst. Angaben einiger Krebsregister lassen aber dennoch darauf schließen, dass jedes Jahr etwa 170 000 Menschen betroffen sind. Wenn der Hautkrebs in einem frühen Stadium entdeckt und frühzeitig behandelt wird, können der Verlauf günstig beeinflusst werden und die Überlebensraten deutlich verbessert werden.

Deshalb führen wir in unserer Praxis das Hautkrebsscreening durch.

Ab dem Alter von 35 Jahren haben gesetzlich Krankenversicherte Anspruch auf diese Vorsorgeuntersuchung. Dabei wollen wir frühzeitig entdecken, ob Sie ein erhöhtes Risiko oder verdächtige Hautveränderungen haben. Bei Verdacht auf ein Malignes Melanom (schwarzer Hautkrebs), Basalzellkarzinom (weißer Hautkrebs) oder ein Spinozelluläres Karzinom koordinieren wir eine rasche fachärztliche Folgeuntersuchung und ggf. Therapie durch einen Hautarzt.

Alle zwei Jahre kann diese Untersuchung wiederholt werden.

Über den Leistungsumfang der Untersuchung informieren wir Sie gerne in einem persönlichen Gespräch.

Darmkrebs ist das zweithäufigste Tumorleiden in Deutschland. Symptome treten aber erst in späten Tumorstadien auf, wenn meist keine Heilung mehr möglich ist. Umso wichtiger ist die frühe Entdeckung der Erkrankung. Dies gelingt nachweislich mit der Vorsorgeuntersuchung, die wir Ihnen in unserer Praxis anbieten.

Anspruchsberechtigt sind gesetzlich krankenversicherte Personen ab einem Alter von 50 Jahren.

Ab diesem Zeitpunkt besteht für Sie ein einmaliger Anspruch auf eine ärztliche Beratung über Ziel und Zweck des Programms zur Früherkennung von Darmkrebs.

Das anschließende organisierte Darmkrebs-Screening enthält dann alters- und geschlechtsabhängige Untersuchungsangebote.

Über deren Leistungsumfang informieren wir Sie gerne in einem persönlichen Gespräch.

Prostatakrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Männern. Er tritt meist in höherem Alter auf und wächst oft langsam: Bei unter 40-Jährigen kommt Prostatakrebs fast nicht vor. Das durchschnittliche Erkrankungsalter liegt bei 70 Jahren. Wenn Verwandte ersten Grades (Vater oder Bruder) Prostatakrebs hatten, steigt auch Ihr eigenes Risiko, eines Tages diesen Krebs zu bekommen.

Bei Männern ab 45 Jahren zahlt die gesetzliche Krankenkasse einmal im Jahr eine Tastuntersuchung der Prostata, die digitale rektale Untersuchung (DRU). Vom Enddarm aus wird die Prostata abgetastet.

Bitte beachten Sie: der zusätzlich empfohlene Bluttest auf das prostataspezifische Antigen (PSA-Test) ist keine Kassenleistung und muss deshalb von Ihnen selbst bezahlt werden.

Ausbuchtungen der Bauchschlagader sind insgesamt selten und treten am häufigsten bei Männern über 65 Jahren auf, vor allem wenn weitere Risikofaktoren wie Bluthochdruck und Rauchen bestehen. Beschwerden sind sehr selten, allerdings besteht akute Lebensgefahr, wenn eine solche Ausbuchtung/Aneurysma einreißt. Diese Gefahr ist abhängig von der Größe und der Wachstumsgeschwindigkeit des Aneurysma.

Deshalb empfehlen wir Ihnen eine Ultraschalluntersuchung Ihrer Bauchschlagader.

Die Krankenkasse übernimmt für Männer ab 65 Jahren eine einmalige Ultraschall-Untersuchung zur Früherkennung.

Für Frauen besteht der Anspruch auf dieses Screening nicht, weil sie seltener als Männer betroffen sind.

Anspruchsberechtigt sind alle Versicherten. Nach Vorlage Ihres Impfausweises überprüfen wir Ihren persönlichen Impfstatus und beraten Sie nach den Empfehlungen der ständigen Impfkommission (STIKO) des Robert-Koch-Instituts im Hinblick auf evtl. notwendige Standard-, Auffrisch- und Indikationsimpfungen und führen diese durch.

Im Falle einer geplanten Narkose oder eines operativen Eingriffs erfolgt eine Untersuchung und Beratung bzgl. Ihres individuellen Narkose- bzw. Operationsrisikos. Diese Vorbereitung schließt in aller Regel eine Anamneseerhebung, körperliche Untersuchung, EKG-Ableitung und eine Blutentnahme ein. Wenn nötig, werden weitere Untersuchungen durchgeführt. Daher ist es wichtig, dass Sie für diese Vorbereitung rechtzeitig vor dem geplanten Operationstermin einen Termin mit uns vereinbaren.

Disease-Managementprogramme der Krankenkassen (DMP)

Chronische Erkrankungen wie Diabetes, Lungenerkrankungen wie Asthma und COPD sowie Herzerkrankungen betreffen sehr viele Menschen in Deutschland.

Um diesen chronisch erkrankten Patienten eine systematisch koordinierte und optimierte Versorgung und Therapie zu ermöglichen, haben die Krankenkassen Disease Management Programme (DMP) eingeführt. Die DMP beinhalten regelmäßige Arztbesuche einschließlich bestimmter Untersuchungen durch den behandelnden Arzt. Die behandelnden Ärzte und Ärztinnen müssen bestimmte fachliche aber auch apparative Anforderungen erfüllen, um an solchen Programmen teilnehmen zu können.

Derzeit bieten die Krankenkassen Programme für Menschen mit COPD, Asthma, Diabetes mellitus Typ 1 und 2, Koronarer Herzkrankheit (chronische Herzinsuffizienz) und Brustkrebs an.

In unserer Praxis verfügen wir über die Berechtigung für Ihre Teilnahme an den DMPs für KHK, Diabetes Typ 2 (Altersdiabetes), Asthma bronchiale und COPD.

Über die Aufnahme in ein oder mehrere DMPs sowie deren Leistungsumfang informieren wir Sie gerne in einem persönlichen Gespräch.

Koronare Herzkrankheit (KHK)

Chronisch Obstruktive Bronchitis (COPD)

Diabetes mellitus Typ 2

Asthma bronchiale

Schulungen für Patienten mit Typ 2 Diabetes

Im Rahmen Ihrer Teilnahme am DMP Diabetes mellitus der Krankenkassen bieten wir Schulungsprogramme an. Diese beinhalten bei Behandlung ohne Insulin vier Termine, bei Behandlung mit Insulin fünf Termine. In den ca. 90 minütigen Einheiten schulen wir Sie in Kleingruppen zur Erkrankung selbst, den Folgeerkrankungen, den damit verbundenen Stoffwechselveränderungen, der Blutzuckermessung, der Ernährung, Bewegung und der Therapie.

Die Kosten dieser Schulungen werden von der gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

Bei Bedarf beraten wir Sie auch im Einzelgespräch.